Wer gerade ein neues Haus plant oder kurz vor dem Baustart steht, bekommt eine gute Nachricht: Der Bund stockt die Fördermittel für das Effizienzhaus 55 um 250 Millionen Euro auf. Damit läuft die beliebte KfW-Förderung für energieeffiziente Neubauten bis zum Jahresende 2026 weiter. Für viele Bauherren kann das einen spürbaren Unterschied in der Finanzierung machen, denn gerade bei den derzeit hohen Baukosten zählt jeder Euro, der die monatliche Belastung senkt.
Was die EH55-Förderung konkret bietet
Gefördert wird der Bau oder Ersterwerb von Wohngebäuden, die den Effizienzhaus-55-Standard erreichen. Ein solches Haus benötigt nur 55 Prozent der Energie eines vergleichbaren Referenzgebäudes nach dem Gebäudeenergiegesetz. Bauherren erhalten über die KfW zinsverbilligte Kredite von bis zu 100.000 Euro je Wohneinheit. Gegenüber einem klassischen Bankdarlehen kann der günstigere Zinssatz die monatliche Rate deutlich verringern und die Gesamtfinanzierung über die Laufzeit erheblich entlasten.
Eine wichtige Voraussetzung sollten Interessenten allerdings kennen: Bei der Antragstellung muss bereits eine gültige Baugenehmigung vorliegen. Wer noch ganz am Anfang der Planung steht, das Grundstück gerade erst gefunden hat oder noch mit dem Architekten an den Entwürfen arbeitet, wird die Frist daher kaum schaffen. Die Förderung richtet sich in der Praxis vor allem an Bauvorhaben, die genehmigungsreif sind oder deren Genehmigung in den kommenden Wochen erwartet wird.
Die Zeit ist knapp
Anträge sind nur möglich, solange die Mittel reichen, längstens bis zum 31. Dezember 2026. Erfahrungsgemäß sind solche Fördertöpfe schnell ausgeschöpft, denn die Nachfrage nach günstigen Förderkrediten ist groß. Wer zu lange wartet, riskiert, leer auszugehen. Für das Jahr 2027 plant die Bundesregierung eine neue Förderstruktur mit zwei zentralen KfW-Programmen, eines für den Neubau und eines für Bestandsgebäude. Wie die Konditionen dann im Detail aussehen, ist allerdings noch offen. Ob die neue Förderung ähnlich attraktiv ausfällt, lässt sich heute nicht sagen.
Was das für Sie bedeutet
Wenn Ihre Baugenehmigung bereits vorliegt oder in den nächsten Wochen erwartet wird, lohnt es sich, die Finanzierung jetzt anzugehen und den Förderantrag rechtzeitig zu stellen. Besonders wichtig ist die richtige Reihenfolge: Der Förderantrag muss in der Regel gestellt werden, bevor der Kredit- oder Bauvertrag unterschrieben ist. Wer diesen Schritt vertauscht, verliert unter Umständen den Anspruch auf die Förderung.
Sinnvoll ist außerdem ein frühzeitiger Vergleich, wie sich KfW-Förderkredit und Bankdarlehen am besten kombinieren lassen. Zinsbindung, Tilgung, Bereitstellungszinsen und Sondertilgungsmöglichkeiten sollten aufeinander abgestimmt sein, damit die Gesamtfinanzierung langfristig tragfähig bleibt. Gerne unterstützen wir Sie dabei, die passende Kombination zu finden und den Antrag rechtzeitig auf den Weg zu bringen, damit Sie die Förderung noch in diesem Jahr sichern können.